Röttgen handelt verantwortungslos - Ende des Gorleben-Moratoriums ist falsches Signal
15. März 20100 Kommentare
Zur Ankündigung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen, die Erkundung des Salzstockes in Gorleben als atomares Endlager noch in diesem Monat fortzusetzen, erklärt der stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Jonathan Schorling:
“Der Bundesumweltminister handelt verantwortungslos. Er hat aus dem Desaster um die Asse nichts gelernt und immer noch nicht begriffen, dass die Endlagerung in Salz nicht die einzige Antwort auf die Endlagerfrage sein kann.
Jonathan Schorling
Anstatt endlich eine ergebnisoffene Endlagersuche zu beginnen, wird Gorleben als prioritär eingestuft und somit geologisch sinnvolleren Alternativen keine Chance gegeben. Immerhin ist es zu begrüßen, dass wieder Dynamik in die Endlagerfrage kommt, denn ohne ihre Klärung ist ein Ausstieg aus dem Atomauststieg, wie ihn die Bundesregierung vorsieht noch verantwortungsloser als er es ohnehin schon ist.“
Als skandalös bezeichnet der Juso-Landesvorsitzende Sören Klose das Vorhaben Röttgens die Erkundung Gorlebens nach dem Bergrecht durchführen zu lassen und somit eine Beteiligung der betroffenen BürgerInnen zu verhindern. „Eine Einbeziehung der BürgerInnen muss in einer so schwerwiegenden Frage in jedem Fall gegeben sein.“, erklärt Klose weiter, „Wenn die Erkundung Gorlebens weiter verfolgt wird, muss dies ausschließlich nach dem Atomrecht, also unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger geschehen.“
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