Juso-Bundesvorsitzende diskutiert in Braunschweig über die Zukunft der SPD
Mehr Selbstbewusstsein bei der Parteibasis und eine stärkere Zusammenarbeit mit Bündnispartnern forderte Franziska Drohsel am Mittwoch bei einer Abendveranstal-tung in Braunschweig. Die Juso-Bundesvorsitzende sieht die SPD nach dem Parteitag von Dresden grundsätzlich auf dem richtigen Weg: Um die Sozialdemokratie wieder zu einer gestaltenden Kraft zu machen, sei aber noch viel zu tun.
Die oberste Jungsozialistin hat am 17. März auf Einladung der Braunschweiger Jusos und der SPD-AG 60 Plus referiert und mit den über 50 Gästen im Volksfreundsaal über das Thema „Die SPD auf dem Weg zu neuer Stärke?“ diskutiert. „Wir müssen als Basis Druck von unten machen und dafür sorgen, dass die SPD wieder konsequent Politik für mehr soziale Gerech-tigkeit macht“, lautete Drohsels Antwort.
Sie betonte, dass gerade die Jusos die Zusammenarbeit mit Bündnispartnern in der Gesell-schaft suchten, um gemeinsame Projekte voranzutreiben: „Veränderungen werden nicht nur in Parlamenten erkämpft, sondern auch auf der Straße“, erklärte die 29-Jährige Berlinerin. Die Sozialdemokratie müsse wieder den Kontakt zu den Menschen suchen und finden, um Glaubwürdigkeit zurückzuerobern.
Drohsel begrüßte die Entwicklung neuer inhaltlicher Positionen in der SPD etwa bei der Vermögenssteuer oder bei den Hartz-Gesetzen. „Die SPD hat in den letzten Jahren keine Poli-tik gemacht, um die soziale Spaltung aufzuhalten“. Zugleich unterstrich sie, dass eine grund-sätzlich gerechtere und bessere Gesellschaft das Ziel der Sozialdemokratie sein müsse: „Unsere Vision muss mehr sein als der Sozialstaat der 1970er Jahre und weiche Standortfaktoren“.
Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.
Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.