Landwirtschaft und VerbraucherInnenschutz

Für Niedersachsen als Agrarland Nr. 1 ist das Themenfeld der Agrarpolitik ein sehr wichtiges, auch wenn wir Jusos uns in der Vergangenheit nur am Rande mit ihr auseinandergesetzt haben. Mittlerweile rückt jedoch vor allem das Thema Massentierhaltung immer stärker in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit, nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Zahl von Schlachthöfen und Zulieferbetrieben, sowie der häufigen Missachtung des Tierschutzes in der Haltung.

Die immer wiederkehrenden Skandale in der Lebensmittelproduktion und der Tierzucht zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Ein wichtiger Ansatz ist die derzeitige Produktionsweise in der Agrarindustrie. Sie ist darauf abgerichtet im Akkord Massenware zu Discountpreisen herzustellen. Auf dem Weltmarkt herrscht starker Konkurrenzdruck. Um dort mitzuhalten, vernachlässigen viele Betriebe aus Zeit- und Kostengründen Qualität, Arbeitsrecht, VerbraucherInnenschutz und Tierschutz. Mittelständische bäuerliche Betriebe habe gegen die großen Mastfabriken meist keine Chance.

Aber auch im Punkt Umwelt- und Klimaschutz spielt die Art und Weise der landwirtschaftlichen Produktion eine immer wichtigere Rolle. Die massive industrielle Produktion von Fleisch, belastet die Atmosphäre durch Treibhausgase, wie Methan, das Grundwasser und den Boden durch Ammoniak und verbraucht Unmengen an Wasser.

Wir wollen uns deshalb einerseits mit den Rahmenbedingungen und Auswirkungen der landwirtschaftlichen Produktion beschäftigen und uns andererseits für eine artgerechte Tierhaltung, eine umweltfreundliche, ressourcenschonende Landwirtschaft und verbindliche Richtlinien im VerbraucherInnenschutz einsetzen.