Jusos Niedersachsen fordern Tag der Befreiung als neuen Feiertag

 

Aktuell wird in Niedersachsen über die Einführung eines zusätzlichen Feiertags debattiert. Im Wahlkampf wurde der Reformationstag als künftiger Feiertag diskutiert. Dies stößt aktuell aber sowohl bei Religionsgemeinschaften, als auch zivilgesellschaftlichen Gruppen auf Gegenwind.

Die niedersächsischen Jusos fordern, den 08. Mai als Tag der Befreiung zum Feiertag zu erklären.

“Statt einen weiteren christlichen Feiertag zu schaffen, fordern wir, dass der Tag der befreiung zum Feiertag erklärt wird. Die Kapitulation Nazi-Deutschlands und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa am 8. Mai 1945 stellen für alle demokratisch-gesinnten, friedliebenden Menschen unabhängig von der Konfession einen Grund zur Freude dar. ”, so Jakob Blankenburg, Landesvorsitzender der Jusos Niedersachsen.

“Außerdem wäre das Datum gleichzeitig auch eine mahnende Erinnerung daran, wohin menschenfeindliches Gedankengut führen kann und dass über 70 Jahre Frieden und Freundschaft mit unseren europäischen Nachbarländern keine Selbstverständlichkeit sind”, ergänzt Arne Zillmer, stellvertretender Juso-Landesvorsitzender.

Den Reformationstag als jährlichen Feiertag zu verankern halten die Jusos indes für ein falsches Zeichen. “Am Reformationstag wird mit Martin Luther dem Wirken einer Person gedacht, deren antisemitische und sexistische Ansichten untragbar sind.”, erklärt Blankenburg.

Die Jusos fordern daher eine kritische Auseinandersetzung mit der Person Luther. “Die findet aktuell nicht statt, ist aber vor dem Hintergrund des grassierenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft dringend nötig”, so Zillmer.

 

 


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